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Der Kreisverband von Bündnis 90/Die Grünen hat am Mittwochabend 34 Kandidaten für die Kreistagswahl nominiert.

(Sächsische Zeitung 04. 04. 2008)

Andreas Warschau zeigte sich nach der Nominierungsveranstaltung in Pirna hochzufrieden. "Wir sind sehr gut aufgestellt, haben in jedem Wahlkreis bekannte Namen auf unserer Liste und bieten mit unserer Politik eine echte Alternative zum bisherigen Einerlei", sagte der Chef des Grünen-Kreisverbandes. "So viele engagierte Leute wie jetzt haben wir schon lange nicht mehr gehabt."

Ihren Wunsch, in jedem Wahlkreis zwei oder mehr Kandidaten aufstellen zu können, haben sich die Grünen erfüllt. Ziel bei der Kreistagswahl müsse es nun sein, die CDU-Dominanz zu brechen, sagt Warschau. In Fraktionsstärke wollen die Grünen in den künftigen Kreistag Sächsische Schweiz-Osterzgebirge einziehen. Dafür benötigen sie sechs Mandate.

Auf der am Mittwoch beschlossenen, 34 Personen umfassenden Kandidatenliste finden sich bekannte Grüne wie der einstige Landesvorsitzende Claus Krüger (Wahlkreis Pirna 1) oder der Grünen-Landesgeschäftsführer Hubertus Grass (Wahlkreis Neustadt/Stolpen). Daneben haben sich aber auch Personen um Listenplätze beworben, die nicht der Partei angehören, aber eine grüne Politik vertreten - wie zum Beispiel Dagmar Schöpe aus Pirna-Sonnenstein.

Eine Überraschung gibt es im Wahlkreis 13 (Altenberg, Glashütte). Der Glashütter Stadtrat Borges Neubauer, der sich bereits als Kreistagskandidat für die SPD nominieren ließ, stieg bei den Sozialdemokraten wieder aus. Sein Name findet sich jetzt auf der Liste der Grünen. Er sei im Herzen grün, weshalb sein Name auch auf diese Liste gehöre, begründete der engagierte Umweltschützer seinen Schritt. Unmut bei der SPD habe das nicht erzeugt, sagt Borges Neubauer. "Sie akzeptieren meine Entscheidung."

Eine weitere Merkwürdigkeit auf der Nominierungsveranstaltung war die nochmalige Wahl von Grünen-Kreischef Andreas Warschau zum Landratskandidaten. Denn eigentlich war er bereits gewählt. Auf der Versammlung am Mittwoch hatte es dann aber Bedenken gegeben, dass Warschaus Nominierung vom 8. März formell angreifbar sein könnte. Sicherheitshalber veranstaltete man also noch einmal eine "richtige" Wahl. Warschau: "Ein bisschen verwunderlich ist das schon. Aber wenn der
Kreisverband auf Nummer sicher gehen will, stelle ich mich dem nicht entgegen." Seine Kandidatur als Landratskandidat wurde mit großer Mehrheit bestätigt.

Warschau will sich in seinem Landrats-Wahlkampf auf die Themen Bürgerbeteiligung, auf Ökologie und Energiepolitik, Nahverkehr sowie auf Bildung und Jugend konzentrieren.